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Montag, 4. Juli 2016

Götter

Fabulus
Will Hofmann
Götter
Fabulus - Verlag

Autor: Geboren 1949 im Taunus. Arzt für Allgemeinmedizin und Psychiatrie mit 20-jähriger Praxiserfahrung in Berlin- Neukölln. Er begann in seinen Jugendjahren zu schreiben. Erste Veröffentlichungen 1979 »Da läuft was aus« als SelfPublisher und 2011, »Abenteuermond« – ein Kinder-Science Fiction. Bei Kindle bisher erscheinen: »Oktan«, »Das Licht«, »Million Dollar Jucken« und »Glückwunsch zum Geburtstag, Zombie«. Will Hofmann ist inspiriert von Edgar Alan Poe, Guy de Maupassant, Stanislaw Lem und vielen anderen, also von den Bereichen Grusel, Fantasy und Science Fiction. Seine Werke lassen sich deshalb diesen Genres zuordnen. Daneben entstanden zahlreiche Skripts für den Unterricht an Kranken- und Altenpflege-schulen sowie Info-Broschüren zu unterschiedlichen medizinischen Themen für Patienten. Durch seine wissenschaftliche Ausbildung und pädagogische Praxis vermag  es Will Hofmann, komplexe Zusammenhänge anschaulich darzustellen. Die fantastischen Theorien in den Romanen wirken glaubhaft, nachvollziehbar und geben den Geschichten ihren besonderen Reiz. (Quelle: Fabulus)

Agnes beginnt alles zu hinterfragen, was Sie im Reservat gelernt und gesagt bekommen hat. Sie untersucht Mäuse auf Ihre inneren Organe und Ihre Fortpflanzung. Als Sie eines Tages aus dem Reservat in die Freiheit flieht, muss Sie sich alleine zurechtfinden. Eines Tages macht Sie dabei Bekanntschaft mit Günther, der ebenfalls aus seinem Reservat geflohen ist.

Das Buch besteht lediglich aus 4 Kapiteln. Die Kapitelangabe erfolgt durch eine Überschrift, die auf die rechte Seite gedruckt ist (lediglich das erste Kapitel hat eine Zeitangabe). Die langen Kapitel sind jedoch nochmals in Absätze unterteilt, die durch 3 Sternchen voneinander getrennt werden. Mit jedem Absatz wechselt auch die Handlung. Durch die teilweise vielen Wechsel, wird der Leser jedoch recht schnell verwirrt und kann den verschiedenen Handlungen schwerer folgen. Gefördert wird diese Verwirrung durch die Tatsache, dass man sofort in die Handlung geworfen wird und erst im Laufe des Buches, nach und nach erfährt, worum es eigentlich in dem Buch geht. Da kann der Leser sich schon etwas allein gelassen fühlen. Hier hätte ich mir eine kleine Einführung zu Beginn des Buches gewünscht.
Wir werden beim Lesen auf teilweise skurrile Rechtschreibung und Wörter treffen, diese passen aber perfekt zur Handlung und sorgen dafür, dass man sich in die Handlung einfinden kann. Zu jeder Zeit weiß der Leser aber, was die Charaktere sagen wollen bzw. welche Gegenstände sie umschreiben. Aber auch in diesen Situationen sehen wir eine Entwicklung im Laufe der Story. Zu Beginn ist der Wortschatz der Charaktere noch recht klein, zum Ende hingegen haben sie schon deutlich mehr gelernt. Hier taucht aber das nächste Problem auf, denn es ist wirklich schwer die Zeitspanne der Handlung zu erkennen. Es wird zwar teilweise erzähl,t wie viele Jahre vergangen sind, jedoch hilft das dem Leser kaum zum Folgen der Handlung.
Anmerkung: Da mir das bei diesem Buch wieder auffällt, wollte ich dies kurz erwähnen. Auf de Homepage steht 444 Seiten, jedoch hat meine Ausgabe gerade mal 400 Seiten. Ich weiß nicht ob es sich dabei um einen Fehler handelt, aber anmerken wollte ich es trotzdem. Dies ist aber in keinster Weise in die Bewertung geflossen.

Cover: Das Hardcover des Buches ist vorne weiß und wird auf der Rückseite schwarz. Wir sehen über dem Autorennamen einen leicht unscharfen Helikopter. Diese Helikopter tauchen auch im Buch auf. Außerdem sehen wir auf der linken Seite noch etwas Stacheldraht. Vermutlich handelt es sich hierbei, um die Oberkante eines der im Buch auftauchenden Reservate. Die Seiten des Buches sind außen, mit einer leicht grauen Farbe bemalt. Besonders gefällt mir, dass das Buch ein Lesezeichen enthält.

Fazit: Das Buch verfolgt eine Spannende Idee, die jedoch besser hätte erzählt werden können. Leider erfüllt das Buch nicht das, was man erhofft zu bekommen. Wer jedoch kleine Abstriche machen kann und bereit ist dafür fast 20 Euro zu bezahlen, bekommt schon gute Unterhaltung geboten. Von mir gibt es 3/5 Sterne.

Klappentext: In Deutschland gibt es vier geheime Reservate, in denen, nach Geschlechtern getrennt, Männer und Frauen wie Sklaven gehalten und körperlich sowie sexuell durch sogenannte Götter ausgebeutet werden. Diese gebärden sich zu ihrem eigenen Vorteil als Herren über Leben und Tod und führen über ihre Untertanen ein strenges Regiment bis hin zur Todesstrafe. Diesem Terrorregime entfliehen unabhängig voneinander Agnes und Günter. Sie treffen sich zufällig in der Freiheit, tun sich zusammen und müssen das zivilisierte Leben von Grund auf neu lernen. Mithilfe von Freunden gelingt ihnen dieser Prozess erstaunlich schnell. Zugleich entsteht bei ihnen der Wunsch, die vermeintlichen Götter zu entmachten. Werden sie diesen Kampf erfolgreich bestehen? (Quelle: Fabulus)

Autor: Will Hofmann
Titel: Götter
Verlag: Fabulus - Verlag
Genre: Roman
Seiten: 444
Preis: 19,95
ISBN: 978-3-944788-19-7

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