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Freitag, 15. Januar 2016

Die Frauenkammer

romanfieber.de
Jannes C. Cramer
Die Frauenkammer
Amazon publishing

Autor: Jannes C. Cramer arbeitet als selbstständiger Programmierer und Software-Entwickler. Ganze 32 Jahre dauerte es, bis er das kreative Schreiben als Hobby und Ausgleich neben dem Beruf für sich entdeckte.
Mit dem Thriller "Die Frauenkammer" schrieb er 2013 seinen ersten Roman. Dieser konnte beim Write Movies International Contest 34 die Finalrunde und somit die Top 50 von über 1.000 Einsendungen erreichen. Im März 2015 wurde "Die Frauenkammer" vom Verlag Amazon Publishing in nochmals lektorierter und überarbeiteter Form neu veröffentlicht.
Mit seinem zweiten Roman "Mira Magica ‒ Böse und Gut", der Ende 2014 erschien, begibt sich Jannes C. Cramer in das "fantastische" Genre Urban Fantasy für Jugendliche und junggebliebene, magieinteressierte Erwachsene.
"(W)ehe du gehst" erschien im August 2015 und ist Cramers zweiter Thriller. (Quelle: Amazon)

Kommissar Frank Holper, der nach dem tragischen Tod seines Chefs, zu seinem ersten Einsatz als Leiter gerufen wird, bekommt es auch gleich mit einer jungen Frauenleiche zu tun. Es gibt jedoch keinerlei Hinweise auf die Identität der Frau, noch gibt es eine passende Vermisstenanzeige. Einzig und allein ein kleines eintätowierter Schmetterling, am Knöchel des Opfers könnte ein möglicher Hinweis für den Kommissar sein.

Die Frauenkammer enthält keine Kapitel im üblichen Sinne. Es besteht viel mehr aus Abschnitten. Diese Abschnitte passen dabei wirklich gut zusammen und greifen perfekt ineinander. So hören wir zum Beispiel in einem Kapitel die Erläuterung des Kommissars, zum Tathergang und im darauf folgenden Kapitel bekommen wir die wahre Begebenheit aus der Sicht des Täters erzählt. Das lässt sich wirklich gut lesen, nur so wissen wir direkt von Anfang an, wer der Mörder ist und wie genau er seine Opfer auswählt und umbringt. Ein miträtseln ist für den Leser daher nicht möglich.
Die Beziehungen zwischen den einzelnen Charakteren entwickeln sich über das ganze Buch weiter, somit kann man manche Beweggründe und Handlungen als Leser, wirklich gut nachvollziehen.
Zum Ende hin wird das Buch dann jedoch etwas hektisch und es wirkt so, als wolle der Autor schnell zu einem Ende kommen, dies gefiel mir persönlich nicht ganz, schließlich hatte der Autor vorher so viel Zeit investiert alles genaustens zu erklären. Auch ist das Ende ein offenes Ende und ist eher bekannt aus Filmen, jedoch wirkt Sie auch in einem Buch ganz gut und gefällt mir daher.

Cover: Das Cover ist völlig in Schwarz gehalten (das Cover ist genauer gesagt, in Mattschwarz gehalten). Einzig der Titel ist mit Weiß geschrieben. Außerdem ist es nicht glatt, wenn man es anfasst, sondern bietet etwas “Widerstand”. Im Hintergrund sehen wir ein Frauengesicht, über dessen Wange eine Träne kullert. Damit passt das Cover perfekt zum Inhalt und der Frauenkammer, welche dem Buch zu seinem Titel verhilft.

Fazit: Die Frauenkammer gefällt mir vor allem wegen seiner wirklich tollen Übergänge. Leider viel mir persönlich etwas die Spannung, da wie gesagt von Beginn an, eigentlich alle Beweggründe offen lagen. Für jemanden der jedoch gerne Thriller liest, sollte das Buch ein Kauf wert sein. Die Frauenkammer ist ein spannungsloser Thriller, der mit einem perfekten Schauspiel punktet, und bekommt daher 3/5 Sterne von mir.

Klappentext: In einem abgelegenen, unbelebten Teil der Stadt wird eine Frauenleiche gefunden, doch die Ermittlungen liefern keine verwertbaren Spuren ‒ weder zum Opfer noch zum Täter. Wenige Wochen später sorgt eine zweite Tote für offene Fragen. Ein tragischer Unfall oder ein weiterer Mord? Wie sich schnell herausstellt, scheint es eine Verbindung zwischen beiden Fällen zu geben. Für Kommissar Frank Holper beginnt eine mühsame Ermittlungsarbeit, für die er schon bald die Hilfe eines externen Beraters in Anspruch nimmt. Ein verhängnisvoller Fehler … (Quelle: Amazon)

Titel: Die Frauenkammer
Autor: Jannes C. Cramer
Genre: Thriller
Verlag: Amazon publishing
Preis: 9,99
ISBN: 978-1503944152
Seiten: 184

Kommentare:

Marie hat gesagt…

Huhu!

Ich kenne das Buch zwar nicht, dass du hier beschreibst, aber es muss jetzt kein Spannungskiller sein, wenn man schon weiß, wer der Täter ist. Das war ja schließlich bei "Columbo" auch so - und trotzdem hat man gern geschaut, wie dieser kauzige Typ die Täter eingekreist und am Ende entlarvt hat :D.

Liebe Grüße
Marie

Heinz Peter B hat gesagt…

Da gebe ich dir recht. Das kann man nicht pauschalisieren, in diesem Fall ist, zumindest bei mir persönlich, kaum eine Spannungskurve erzeugt worden.