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Freitag, 17. Juli 2015

Die Muse

©High5films
Regie: Christian Genzel
Schauspieler (Auszug): Thomas Limpinsel, Henriette Müller, Jean-Luc Julien,
Filmlänge: ca.91 Minuten
Altersfreigabe: FSK 16
Erscheinungsjahr: 2011
Genre: Thriller


Katja wacht, nachdem sie in einem Parkhaus niedergeschlagen wurde in einem Zwinger (Käfig) auf, der im Keller eines Hauses liegt. Peter Fischer kommt in den Raum um seiner Gefangenen Essen zu bringen und gleichzeitig versucht er die völlig verängstigte Katja zu beruhigen und erzählt ihr das Er ihr alles in ruhe erklären würde. Nachdem Katja versucht aus ihrem Gefängnis zu entkommen, fängt Peter sie wieder ein und erklärt ihr daraufhin seinen ganzen Plan und die Rolle die Katja dabei einnimmt, nämlich die der Muse.

Die Story/Handlung von “die Muse” spielt fast überwiegend in einem Keller und entwickelt sich langsam und über den ganzen Film verteilt. Der Zuschauer selbst weiß dabei selbst nicht die Beweggründe von Peter und erfährt diese erst dann, wenn auch Katja sie erfährt. Das trägt sehr zum Hineinfühlen in die Personen bei. Dabei fällt sofort die schauspielerische Leistung auf, welche durchweg sehr positiv ist. Egal ob es die Angst von Katja ist oder aber das wechselnde Verhalten von Fischer, es ist alles sehr authentisch gespielt (ein Lob an die Schauspieler sei an dieser Stelle erlaubt).
Auch der Detailgrad des Films hat mich überrascht. So bekommt Katja eine Ohrfeige und Einstellungen später sehen wir den Handabdruck noch immer auf der Wange. Das sind nur Kleinigkeiten aber eben diese tragen zu einem guten Film bei.
Leider gibt es hier und da auch Fehler oder aber störende Stellen. Zwischen Minute 40-42 etwa, fällt die Kamerasteuerung sehr ins Auge. Dort werden (meiner Meinung nach) störende und unnötige Kameraschaltungen gemacht, die eher so wirken als seien es Sprünge bzw. Wiederholungen im Film, da sich dabei auch kaum die Perspektive ändert (man hat den Eindruck man sieht eine Einstellung 2-3 Mal in Schleife).
Außerdem gibt es hier und da kleine Logigfehler (meiner Meinung nach). Zum Beispiel bekommt Katja in einer Szene ein Buch, diese Szene wirkt jedoch so als hätte sie das Buch innerhalb kurzer Zeit durchgelesen, da man kaum Anhaltspunkte für die Tageszeit bekommt. Hier kommen wir auch zu einer weiteren persönlichen Meinung, das Zeitgefühl. Ich denke eine Einblendung der Tage wäre für den Zuschauer gut gewesen, denn ich habe mich oft bei der Frage erwischt “wie lang bzw. wann spielt das jetzt gerade”. Ich möchte jedoch anmerken, dass es sich hierbei nur um meine persönliche Meinung handelt und dies keinesfalls zu Abwertung des Films führt (Geschmäcker sind unterschiedlich).
Ich muss sagen, dass “Die Muse” ein durchweg positiven Eindruck hinterlassen hat. Natürlich gibt es hier und da kleine Mängel aber die fallen kaum ins Gewicht.

Fazit: Zugegeben, anfangs war ich sehr skeptisch, was den Film angeht, jedoch wurde diese Skepsis schnell verdrängt, denn dieser Film hat überzeugt. Auch wenn ich schon viele “kleine” Produktionen gesehen habe und deshalb auf das Schlimmste gefasst war, muss ich sagen, dass dieses Erstlingswerk nur zu empfehlen ist. Einen solchen Film wie “Die Muse” nur per Video-on-demand gucken zu können ist etwas schade, denn er hätte durchaus Qualität fürs Abendprogramm im TV

Anmerkung: An dieser Stelle verlinke ich euch den Film, damit ihr den Film schneller finden könnt. https://vimeo.com/ondemand/diemuse


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