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Mittwoch, 16. August 2017

Sterben kann man jeden Tag Als Bundeswehrsoldat in Afghanistan

tredition
Andreas Meyer
Sterben kann man jeden Tag Als Bundeswehrsoldat in Afghanistan
tredition

Autor: Nach meiner Lehre als Koch kam die Bundeswehr auf mich zu, dass ich noch meinen Wehrdienst ableisten müsste. Um diesem Wunsch zu entsprechen, entschied ich mich nicht nur für die damals obligatorischen neun Monate, sondern verpflichtete mich gleich für zwei Jahre. Während dieser Zeit bekam ich das Angebot, auf acht Jahre zu verlängern, welches ich ebenfalls angenommen habe. Trotz vieler Fortbildungen und Übungen blieb der praktische Einsatz zuerst jedoch reine Theorie. Bis zu 11/9. Ein Tag, an dem sich auch mein Leben veränderte. Während meiner Einsätze in Afghanistan lernte ich die ungefilterte Realität des Krieges kennen. Doch auch die Kameradschaft eines Soldatenlebens lernte ich zu schätzen, weshalb ich mich vier Jahre später wieder zum Dienst bei der Bundeswehr zurückmeldete. Bis heute leiste ich meinen Dienst als Medienproduktions-Feldwebel der Reserve. (Quelle: tredition)

Es ist der 11.September 2001 und Andreas Meyer sitzt am Schreibtisch im Logistikunternehmen, indem er arbeitet. Plötzlich ruft ein Arbeitskollege ihm zu, er solle im Internet auf CNN gehen. Was er da zusehen bekommt, sind Flugzeuge, die ins World Trade Center fliegen. 2005 bekommt er einen Anruf vom Kompaniefeldwebel, sie suchen noch einen Truppenversorgungsberater. So beginnt seine Zeit als Soldat in Afghanistan.

Das Buch besteht aus 47 Kapiteln plus einem Epilog und Prolog. Die Kapitelüberschriften bestehen aus einer Ziffer sowie einem Titel (beides jeweils dick gedruckt). Diese Angaben befinden sich auch im Inhaltsverzeichnis. Jedes neue Kapitel beginnt mit einem Buchstaben, der über 3 Zeilen geht. Ein neues Kapitel beginnt nicht immer auf einer neuen Seite, sondern hin und wieder auch direkt nach dem Ende eines Kapitels. In dem Buch begegnen dem Leser viele Wörter der Bundeswehr, bei denen auch immer in Klammern die Abkürzung angegeben ist. Darüber hinaus befindet sich am Ende des Buches eine Auflistung aller Wörter, nochmals zum Nachschlagen. Der Schreibstil des Autoren ist leicht gehalten und schafft es, die Atmosphäre so gut es geht einzufangen. So erinnere ich mich an eine Szene, in der ein kleiner Junge vorkommt, welcher auf eine Mine getreten ist. Dieser direkte Wechsel zwischen Ausgelassenheit und plötzlicher Sprachlosigkeit trifft auch den Leser.Was ebenfalls positiv ins Auge sticht, sind die zahlreichen Farbfotos, die einem beim Lesen begegnen und dem Text unterstützen. Jedes dieser Fotos hat zum besseren Verständnis der gezeigten Szene, ein Untertitel. Auch zu diesen Bildern findet man am Ende des Buches eine ausführliche Auflistung samt Quellenangaben.  Ebenfalls am Ende des Buches findet der Leser, neben dem schon genannten, sehr viel Informatives wie z. B. Dienstgrade oder aber Übersetzungen von Deutsch in Dari.

Cover: Bei dem Cover handelt es sich um ein Hochglanzcover, auf dem ein Ausschnitt von Afghanistan zu sehen ist. Der Titel des Buches ist teilweise in Weiß gedruckt und teilweise in Schwarz. Auf der Vorderseite sehen wir einen Helikopter, auf dem ein Fadenkreuz gezeichnet ist. Auf dem Boden sehen wir 3 Soldaten. Auf der Rückseite sehen wir ein Foto eines Soldaten inmitten von Kindern. Bei diesem Soldaten handelt es sich um den Autoren persönlich (dieses Foto begegnet einem nochmals im Buch selbst).

Fazit: Ein Einblick in den Krieg, der mir in solcher Form bisher nicht begegnet ist. Sicherlich für jeden interessant, der sich mit dieser Thematik beschäftigt. Für den Preis von 19,85 (der sich anfangs sicherlich etwas hoch anhört) bekommt man sehr viel geboten, weshalb dieser Preis gerechtfertigt ist. Von mir gibt es klare 5/5 Sterne.   

Klappentext: Als Soldat der Reserve war es mir eine Ehre, meinem Land zu dienen. Selbst, wenn die Gefahr zum ständigen Begleiter wird. Der Tod ist für mich kein Unbekannter. In allen meinen Einsätzen wurde ich täglich damit konfrontiert, doch wenn die Situation eintritt und Freunde betroffen sind, kann man den Eigenschutz, den man um seine Seele aufgebaut hat, komplett vergessen. Die Trauer überwältigt alle Vorsätze.
Die Zeit in Afghanistan prägte mich in einer tief menschlichen Weise. Je länger ich mich in diesem weit entfernten Teil der Welt befand, desto tiefer wurde das Verständnis über die Kultur der Menschen im Land. Neue Sichtweisen auf ein Land, das in den Medien nur als Krisengebiet betrachte wird. Ich habe aber auch die Schönheit gesehen und Freunde gefunden. (Quelle: tredition)

Autor: Andreas Meyer
Titel: Sterben kann man jeden Tag Als Bundeswehrsoldat in Afghanistan
Verlag: tredition
Genre: Biografie
Seiten: 228
Preis: 19,85
ISBN: 978-3-7345-4247-3

Sonntag, 13. August 2017

Wie du deinen Partner änderst ... und dein Leben gleich mit

Random House
Chuck Spezzano
Wie du deinen Partner änderst ... und dein Leben gleich mit
Integral

Autor: Chuck Spezzano hat einen Magister in Soziologie und erwarb seinen Doktortitel in Klinischer Psychologie an der United States International University, San Diego, Kalifornien. Von 1973 bis 1979 war er als Psychologe am "United States Naval Drug Rehabilitation Center" tätig und erzielte beachtliche Erfolge bei der Behandlung der Kriegstraumata von Vietnam-Veteranen. Anschließend arbeitete er in der Paar- und Familienberatung. In über dreißig Jahren intensiver Arbeit und Forschung entwickelte er zusammen mit seiner Frau Lency die bahnbrechende therapeutische Heilmethode der "Psychologie der Vision", die Verbindung der klassischen Psychologie mit spirituellen Prinzipien. Sie führt die Menschen über innerpsychische Konflikte hinaus zu wahrer Kreativität und einem sinnerfüllten Leben. Seine Bücher, darunter "Von ganzem Herzen lieben", wurden in mehrere Sprachen übersetzt. (Quelle: Random House)

Anmerkung: Aufgrund der Tatsache, dass es sich bei dem Buch um eines aus dem Bereich “Sachbuch” handelt, gibt es an dieser Stelle nicht wie üblich, eine Inhaltsangabe. Das Buch folgt keiner Story, welche zusammengefasst werden könnte.

Das Buch besteht aus insgesamt 104 Kapiteln (wobei die Lektionen davon 100 Kapitel einnehmen), diese lassen sich alle im Inhaltsverzeichnis finden. Die Kapitelüberschrift besteht jeweils aus einer Ziffer (gräulich gehalten und somit leicht heller als der eigentliche Titel) und einem Titel (dieser ist schwarz gedruckt). Jedes neue Kapitel beginnt immer mit einem großen Buchstaben, der über zwei Zeilen gedruckt steht. Am Anfang des Buches stößt mir eine Kleinigkeit sofort ins Auge, denn hier finden wir eine kleine Werbeabteilung für andere Bücher, die nicht gelesen werden müssen um dieses Buch hier zu verstehen, die jedoch einige Grundlagen schaffen. Auf der einen Seite ist dies sicherlich nett gemeint dem Leser weiteren Stoff an die Hand zu geben, auf der anderen Seite liest es sich leider etwas wie aus einer Werbeshow. Außerdem fallen mir zu Beginn des Buches auch einige Dinge wie “Der Himmel steht hinter dir. Bitte um Hilfe” oder aber “Vergib Gott und anderen, denen du die Schuld an einer Situation gegeben hast.” auf, die sich leicht religiös lesen. Auf der anderen Seite gibt es aber auch positive Dinge, denn der Autor versucht den Leser aktiv zu sein. Hierzu findet sich hin und wieder eine Passage, an der der Leser etwas ausfüllen muss. Auch gut sind die Erklärungen einiger Wörter, die dem Leser im Text begegnen. Diese Wörter haben dann eine kleine Ziffer, mit dessen Hilfe man am Ende des Buches nach der Erklärung schauen kann.

Cover: Die Hauptfarbe des Covers ist Gelb, allein der Buchrücken ist Rot gehalten. Auf der Vorderseite ist in der Mitte ein rotes Herz gemalt. Unter diesem Herz befindet sich der Titel des Buches in Schwarz, wobei sich die Wörter “Partner änderst” in Rot gedruckt sind. Über dem Herz steht der Autor des Buches.

Fazit: Das Lesen fiel mir bei diesem Buch leider nicht so leicht, wie bei anderen Vertretern dieser Art. Leider hat mir dieses Buch auch nicht so gut gefallen (ein solches Buch muss nicht zwingend gefallen sondern helfen können). Ob das Buch eine Hilfe sein kann? Die Antwort muss jeder selber herausfinden. Eine klare Empfehlung auszusprechen fällt mir daher auch nicht leicht, weshalb ich mich eher etwas vorsichtiger ausdrücke und sage, dass man das Buch im Hinterkopf behalten sollte, falls man Probleme hat, bei dem einen das Buch helfen könnte. Von mir gibt es 3/5 Sterne.

Klappentext: Der Königsweg zu einer starken, tiefen Liebe
In jeder Partnerschaft gibt es Situationen, in denen man sich nur noch wünscht: »Ach, wenn du doch ein bisschen anders wärst!« Aber ist es überhaupt möglich, einen geliebten Menschen zu ändern? Chuck Spezzano gibt eine überraschende Antwort: »Ja, es ist möglich – durch Selbsterkenntnis und Akzeptanz.« Man muss nicht unbedingt mögen, wie sich der Partner gerade verhält. Wenn man aber versteht, woran man sich selbst stört, und die Situation gleichzeitig zu akzeptieren lernt, kann Erstaunliches geschehen: Man hadert nicht mehr mit dem anderen, man kommt mit sich selbst ins Reine, seelische Verletzungen werden geheilt. Eine neue Energie entsteht, die die Beziehung und das ganze Leben spürbar zum Positiven wandelt – und schließlich auch den Partner verändert. (Quelle: Random House)

Autor: Chuck Spezzano
Titel: Wie du deinen Partner änderst ... und dein Leben gleich mit
Verlag: Integral
Genre: Sachbuch
Seiten: 368
Preis: 18,99
ISBN: 978-3-7787-9264-3

Dienstag, 8. August 2017

Libreville


BdB
Janis Otsiemi
Libreville
Polar Verlag

Autor: Janis Otsiemi wurde 1976 in France­ville, Gabun, geboren. Dichter, Es­sayist und Autor von Kriminalro­manen. Er erhielt 2010 den Le Prix du Roman Gabonais für sein Buch La vie est un sale boulot. Bei Edi­tions Jigal erschienen außer­dem La bouche qui mange ne parle pas (2010) und Le chasseur de lu­cioles (2013) sowie sein neuester Roman Les voleurs de sexe (2015), der für den Prix Ivoire 2016 nomi­niert ist. Er ist Secrétaire Général adjoint de l‘Union des Écrivains Gabonais. Seine Romane verfasst er in Fran­zösisch. (Quelle: BdB)

Nach langer Standzeit im Stau steigt der Polizist Louis Boukinda aus seinem Auto, weil er eine Menschenmenge sieht. Als er sich durch diese durchgekämpft hat, sieht er den Grund dafür am Strand legen, ein Toter. Sofort ruft er seinen Kollegen Hervé Envame an. Nach einigen Hypothesen wird klar, es handelt sich um Mord.

Das Buch ist in 10 Kapitel plus einem Epilog unterteilt, die all wiederum in mehrere Unterkapitel unterteilt sind (außer der Epilog). Jedes neue Kapitel ist auch ein neuer Tag in der Story des Buches, weshalb zur Überschrift immer auch der Wochentag gehört, der dick gedruckt ist. Die Unterkapitel selbst bestehen dann aber nur aus der Zahl des jeweiligen Unterkapitels. Die Zählung fängt hier mit jedem neuen Kapitel wieder bei 1 an. Vor dem Neuanfang eines neuen Kapitels finden wir außerdem eine Seite, auf der die Schlagzeilen der Zeitung zu finden sind. Schon beim Lesen des Klappentextes wird klar, dass es sich hierbei um keinen normalen Krimi handelt. Allein der Handlungsort Gabun ist alles andere als das, was man gewohnt ist. Auch die Ermittlungsmethoden drücken aus, dass dieser Krimi an einem Ort spielt, der nicht zeitgemäß ausgestattet ist. Auch der Tatsache des Handlungsortes geschuldet, sind die teils schwer auszusprechenden Namen. Hier greift der Autor dem Leser jedoch etwas unter die Arme und stellt am Ende des Buches ein kleines Glossar zur Verfügung, wo alle unbekannten Wörter erklärt stehen. Das Umblättern stört zwar etwas den Lesefluss, lässt sich aber verkraften. Der Autor gibt die Situation in dem Land auch sehr detailliert wieder, was dazu führt, dass man sich als Leser sehr gut in die Story reinfinden kann. Im Laufe des Buches begegnet dem Leser dabei auch mehr als nur einen Fall, den es gilt aufzuklären. Dabei wird schnell klar, dass die Zustände in dem Land alles andere als optimal sind. Leider werden die Tage teilweise sehr schnell abgehandelt (Beispiel ist der Donnerstag, dieser geht von Seite 83 bis 97). Außerdem sind mir leichte Unstimmigkeiten in den Namen aufgefallen (im Klappentext sind die Namen scheinbar zusammengewürfelt. Dies ist jedoch nur ersichtlich mit dem Klappentext auf dem Buch).

Cover: Das Cover ist fast ausschließlich Weiß gehalten (dies passt gut zum Namen des Verlags). Auf der Vorderseite sehen wir dann eine Zeichnung von Menschen, die wegrennen. Der Titel des Buches steht unter dieser Zeichnung und ist in Rot gedruckt. Aufgrund dieser Farbe hebt sich der Titel auch gut vom Hintergrund des Covers ab. Auf der Rückseite des Covers sehen wir gleich ein Element, das uns im Buch häufiger begegnen wird, nämlich das, was in Rot gedruckt wurde (die Schlagzeilen einer Zeitung).

Fazit: Ein nicht ganz alltäglicher Krimi, der sich dennoch lohnt zu lesen. Für sein Geld bekommt man mit diesem Buch ein Setting, welches man noch nicht allzu oft gesehen hat. An die vielen Fremdwörter muss man sicherlich erst gewöhnen, jedoch hilft einem das Glossar dabei. Gerne mehr Bücher dieser Art. Von mir gibt es 5/5 Sterne.

Klappentext: Ein Jahr vor den Wahlen wird Roger Missang, Journalist der Èchos du sud am Strand von Libreville nahe dem Palast des Präsidenten der Republik mit durchschossener Kehle aufgefunden. Er hat kritisch über die Ermordung von Pacel Kurka, dem Sicherheitschef der gabunischen Verteidigung, berichtet. Wegen seiner kritischen Untersuchungen über die heimlichen wirtschaftlichen Beziehungen in Ghana war er den Mächtigen des Landes ein Dorn im Auge. Er prangerte hemmungslos die Korruption an. Für die Presse ist sein Tod offensichtlich ein politischer Mord. Louis Boukinda und Hervé Envame, zwei Polizisten, die ohne die bei uns übliche DNA-Analyse und Forensik auskommen müssen, werden mit den Ermittlungen beauftragt. Sie sind auf Zeugenaussagen und Informanten angewiesen. Die technische Ausrüstung ihrer Einheit beschränkt sich auf eine Schreibmaschine aus der de-Gaulle-Zeit.  (Quelle: BdB)

Autor: Janis Otsiemi
Titel:  Libreville
Verlag: Polar Verlag
Genre: Krimi
Seiten: 220
Preis: 14,00 (Hier)
ISBN: 978-3-945133-43-9